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Was kostet eine Pflegekraft aus der Zeitarbeit wirklich?

Kalkulation der Kosten für Zeitarbeit in der Pflege

„Was kostet das?“ ist bei einer offenen Schicht die richtige Frage. Sie wird aber oft zu eng beantwortet. Der Stundensatz einer überlassenen Pflegekraft ist sofort sichtbar, während die Kosten einer unbesetzten Schicht, eines Ausfalls oder einer erfolglosen Nachbesetzung in verschiedenen Budgets verschwinden. Ein fairer Vergleich braucht deshalb Transparenz auf beiden Seiten – ohne zu behaupten, externe Unterstützung sei immer günstiger.

Der sichtbare Preis: ab 50 Euro pro Stunde

Die Kundenstundensätze von Wir machen das GmbH beginnen bei 50 Euro pro Stunde. Der konkrete Satz hängt von Qualifikation, Schicht und Einsatzdauer ab. „Ab 50 Euro“ ist deshalb kein Pauschalpreis und keine Zusage für jede Anfrage. Für eine belastbare Kalkulation brauchen Sie mindestens Profil, Zeitraum, Schichtlage, Einsatzort und den geplanten Umfang.

WMD arbeitet mit transparenten Zuschlagsregeln und ohne versteckte Kosten. Das ist wichtig, weil ein niedriger Einstiegspreis wenig nützt, wenn Nacht-, Wochenend-, Feiertags- oder kurzfristige Änderungen später unklar abgerechnet werden. Lassen Sie sich vor der Beauftragung den konkreten Satz und die Regeln für Ihren Einsatz schriftlich bestätigen. Bei Monatsbuchung sind drei Tage Einarbeitung kostenfrei; auch das gehört in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, weil Einarbeitung Zeit und Ressourcen bindet.

Woraus sich ein Stundensatz zusammensetzt

Ein Kundenstundensatz ist nicht der Lohn der Pflegekraft. Er bündelt Kosten und Risiken, die beim Arbeitgeber anfallen. Bei einer seriösen Betrachtung gehören dazu der Bruttolohn, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, gesetzliche und betriebliche Ausfallzeiten, Zuschläge, Spesen, Verwaltung, Recruiting und die Organisation von Einsätzen. Bei WMD kommen nach den Konditionen für Pflegekräfte etwa der Grundlohn für examinierte Fachkräfte ab 22 Euro pro Stunde, die vorgesehenen Zuschläge, 25 Euro Spesen pro Einsatztag sowie übernommene Fahrt- und Reisekosten in Betracht.

BausteinWarum er im Stundensatz vorkommtWarum der Vergleich mit Eigenpersonal oft verzerrt
BruttolohnVergütung der eingesetzten PflegekraftEigenes Personal hat ebenfalls einen Bruttolohn, der nicht die Vollkosten abbildet.
SozialabgabenArbeitgeberpflichten auf die VergütungSie werden bei einer Eigenkalkulation häufig nicht je Schicht sichtbar gemacht.
Zuschläge und SpesenAusgleich für besondere Schichtlagen und EinsatztageSie fallen auch intern an, nur in anderer Abrechnungssystematik.
AusfallrisikoUrlaub, Krankheit und nicht fakturierbare Zeiten beim ArbeitgeberEine unbesetzte eigene Stelle verursacht trotzdem Planungsdruck.
Verwaltung und RecruitingVertrag, Disposition, Betreuung und PersonalgewinnungDiese Kosten liegen intern oft in mehreren Kostenstellen.

Die Aufteilung erklärt den Satz, sie rechtfertigt ihn nicht automatisch. Entscheidend ist, ob Ihr konkreter Bedarf durch eine externe Fachkraft tatsächlich sicherer oder wirtschaftlicher gedeckt wird. Für eine einzelne, planbare Lücke kann eine interne Lösung besser sein. Für einen kurzfristigen Ausfall kann eine extern abgesicherte Schicht die sinnvollere Alternative sein. Das Ergebnis hängt vom Fall ab.

Die Vollkosten einer eigenen Fachkraft ehrlich sehen

Eine eigene Pflegefachkraft ist kein „kostenloses Gegenmodell“ zur Arbeitnehmerüberlassung. Zum Arbeitsentgelt kommen Arbeitgeberkosten, Urlaubs- und Krankheitszeiten, Fortbildung, Dienstplanung, Einarbeitung, Personalverwaltung und die Kosten der Gewinnung und Bindung. Kommt es zur Fluktuation, entstehen zusätzlich Vakanzzeiten, Auswahlaufwand und Wissenstransfer. Diese Kosten sind real, auch wenn sie nicht auf einer einzelnen Schichtrechnung auftauchen.

Wichtig: Daraus folgt nicht, dass eine feste Anstellung unattraktiv wäre. Stammteams schaffen Kontinuität, Beziehung und Wissen über Abläufe. Genau deshalb ist Eigenpersonal für viele Einrichtungen der Kern der Versorgung. Arbeitnehmerüberlassung ist eher ein Werkzeug für Spitzen, Ausfälle, Übergänge oder Zeiträume, in denen eine Stelle noch nicht dauerhaft besetzt ist. Ein Kostenvergleich, der nur „50 Euro gegen Grundlohn“ stellt, vergleicht zwei unterschiedliche Dinge.

So bauen Sie eine belastbare Vergleichsrechnung auf

  1. Bedarf definieren: Geht es um eine einzelne Schicht, eine Serie von Ausfällen oder eine dauerhafte Vakanz?
  2. Interne Optionen prüfen: Welche Folgen hätten Umplanung, Mehrarbeit oder Leistungsreduktion – fachlich und arbeitszeitlich?
  3. Vollkosten schätzen: Berücksichtigen Sie beim Eigenpersonal nicht nur Lohn, sondern Ausfall, Recruiting, Einarbeitung und Fluktuation.
  4. Externen Satz vollständig erfragen: Qualifikation, Schicht, Dauer, Zuschlagslogik und Einarbeitung gehören in ein Angebot.
  5. Qualität mitbewerten: Eine scheinbar günstige Lösung ist teuer, wenn Übergabe, Dokumentation oder Sicherheit leiden.

Beziehen Sie außerdem das Risiko ein, überhaupt keine passende Besetzung zu haben. Das ist kein frei wählbarer Geldbetrag, sondern eine operative und fachliche Frage. Je nach Bereich können Personaluntergrenzen, Qualifikationsvorgaben und die konkrete Versorgungslage Handlungsoptionen begrenzen. Die Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zu Pflegepersonaluntergrenzen verdeutlichen, dass Personalausstattung nicht nur ein Kostenfaktor ist.

Die Qualitäts- und Verwaltungsseite

Eine Rechnung ist nur dann vollständig, wenn sie auch den organisatorischen Aufwand enthält. Wer ist für Anforderung, Einweisung, Stundenzettel, Rückfragen und Rückmeldung verantwortlich? Wie wird die Pflegekraft in Dokumentation und Team eingebunden? WMD begleitet jeden Einsatz persönlich durch die Geschäftsführung und bietet prüfungskonforme, revisionssichere Pflegedokumentation für MDK-/MD-Prüfungen. Ihre Einrichtung sollte dennoch klar planen, wer vor Ort die fachliche Einweisung übernimmt.

Der rechtliche Rahmen gehört gleichfalls in die Prüfung. Arbeitnehmerüberlassung setzt in der Regel eine Erlaubnis voraus; die Bundesagentur für Arbeit erläutert diese Pflicht. Kontrollieren Sie vor einer längerfristigen Zusammenarbeit Zuständigkeiten, Vertragsform und Nachweise. Das ist keine Formalität, sondern Teil eines kalkulierbaren Einsatzes.

Wann externe Unterstützung wirtschaftlich sein kann

Externe Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Sie kurzfristig eine qualifizierte Schicht absichern müssen, eine geplante Vakanz überbrücken oder einen zeitlich begrenzten Mehrbedarf haben. Sie kann weniger sinnvoll sein, wenn sich der Bedarf dauerhaft wiederholt und die Einrichtung die Ursachen nicht bearbeitet. Dann lohnt es sich meist, Dienstplanung, Bindung, Qualifizierung und Recruiting als eigene Aufgaben zu behandeln.

Die richtige Frage für die Entscheidung

Fragen Sie nicht nur, ob eine externe Stunde mehr kostet als eine interne Stunde auf dem Papier. Fragen Sie: Welche Lösung sichert diese konkrete Versorgung heute, welche Folgekosten entstehen und welche Kapazität bindet sie bei Leitung und Team? Eine transparente Antwort kann lauten, dass die interne Lösung besser ist. Sie kann auch lauten, dass eine zeitlich begrenzte externe Besetzung das geringere Gesamtrisiko bedeutet.

Trennen Sie dabei Kostenrechnung und Personalstrategie. Die erste entscheidet über den einzelnen Bedarf. Die zweite beantwortet, welche Stellen Sie dauerhaft aufbauen, wie Sie Ausfälle abfedern und wo externe Unterstützung bewusst begrenzt bleibt.

Angebote vergleichbar machen

Wenn Sie mehrere Angebote einholen, legen Sie dieselbe Anfrage zugrunde. Andernfalls vergleichen Sie möglicherweise verschiedene Qualifikationen, Schichtlagen oder Einsatzdauern und nicht die Preise. Fragen Sie jeweils nach enthaltenen Leistungen, Zuschlagsregeln, Ausfall- und Stornierungsbedingungen sowie der vorgesehenen Einarbeitung. Erst diese gemeinsame Basis macht Unterschiede sichtbar.

Dokumentieren Sie die Entscheidung kurz. Das hilft intern bei Rückfragen und macht den nächsten Engpass schneller bewertbar, ohne eine frühere Rechnung unkritisch zu übernehmen.

Fazit: WMD-Stundensätze beginnen bei 50 Euro pro Stunde. Der Satz enthält mehr als den Lohn: Sozialabgaben, Zuschläge, Spesen, Ausfallrisiko und Organisation. Vergleichen Sie ihn nicht mit dem Grundlohn einer Stammkraft, sondern mit deren Vollkosten und mit den Folgen einer unbesetzten Schicht. Nur dann wird die Entscheidung transparent.

Quellen

Alle Zahlen in diesem Beitrag stammen aus diesen Veröffentlichungen. Prüfen Sie sie nach:

  1. BMG: Pflegepersonaluntergrenzen
  2. Bundesagentur für Arbeit: Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung

Stand: 13. Juli 2026. Gesetzliche Regelungen können sich ändern — dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

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